OJK 2011

Bericht vom Freitag, 27. Mai

Konferenz in Stimmgruppen zum „Bibliopsalm“

CS-Bundeskantor Horst Krüger
CS-Bundeskantor Horst Krüger

Mit dem Kanon „Vom Aufgang der Sonne bis zu ihren Niedergang“ eröffnete CS-Bundeskantor Horst Krüger aus Wuppertal eine höchst klangvolle Stunde, die nicht nur für die Jährliche Konferenz, sondern auch für ihn selbst eine Premiere darstellte. Schon dass dafür ein neuer Begriff gefunden werden musste, macht das deutlich. Denn „Bibelarbeit“ wäre wenig angemessen. Vielmehr führte Horst Krüger die Delegierten und Gäste der Tagung in das Singen der 1973 entstandenen Acht Chorverse zu Psalm 34 von Johannes Petzold ein. Durch musikalische Erläuterungen, die sich mit theologischer Deutung verbanden, half er der singenden Konferenzgemeinde, sich Inhalt und Klangwelt dieses Werkes zu erschließen. Durch Hinweise auf den jeweils sehr eigenen Charakter dieser acht „Mosaiksteine“, so Krüger, wurde der Reichtum der Klang- und Lebenswelt des vertonten Psalmtextes eindrücklich hörbar und erlebbar. So entstand im Vollzug ein „Bibliospsalm“, gesungener biblischer Text, Gotteslob aus tiefem biblischen Grund und vom Grunde des Herzens.
(FEI)


Der Freitagvormittag in der Plenarsitzung

Mit einigen Wahlgängen und Abstimmungen begann die Sitzung der OJK am Freitagvormittag. Die Ständigen Ausschüsse, die in ihren Bereichen im kommenden Jahrviert arbeiten, wurden auf diese Weise besetzt und auch die VertreterInnen in der Zentralkonferenz bestimmt.

Für die Arbeitsbereiche Evangelisation, Kircheneigentum und Finanzen legten die jeweiligen Ausschüsse ihre Berichte vor. Über die finanzielle Situation und den künftigen Umgang mit den knappen finanziellen Mitteln beriet im vergangenen Konferenzjahr eine Kreativgruppe. Sie schlug der OJK eine Initiative für mehr Großzügigkeit vor und präsentierte Ziel und Inhalte dieser Initiative mit einem Film. „Miteinander leben, miteinander teilen“ ist der Titel der Initiative, deren Ziel es ist, dass die OJK binnen 4 Jahren finanziell auf eigenen, sicheren Beinen steht. Da bei einer kritischen Durchsicht der Ausgaben kein Sparpotential sichtbar wurde, es sei denn die Arbeit der OJK würde deutlich eingeschränkt, sollen die Einnahmen der Konferenz gesteigert werden. Die Kreativgruppe stellte eine Reihe von Arbeitsmaterialien, Ideen und einen Zeitplan vor, um in den Gemeinden und Gemeindegruppen die Diskussion über die freiwilligen Gaben an die Kirche zu führen. Im Plenum der Konferenz waren sehr grundsätzliche Überlegungen zu den Gaben an die Kirche angestellt worden. Sie ließen erwarten, dass die OJK in sehr konstruktiver Weise diese Initiative aufnehmen wird. Immer wieder wurde die geistliche Dimension der freiwilligen Gaben an die Kirche betont. Wie schon in der Kreativgruppe wurde in der Diskussion der Konferenz deutlich, dass die Finanzsituation der OJK keine Rechenaufgabe, sondern Teil des Glaubenslebens ist.
(ESÖ)


Gedächtnisgottesdienst

Die Konferenzgemeinde versammelte sich um 17 Uhr zum Gedächtnisgottesdienst in der Friedenskirche.

Der Gottesdienst, in dem der im Konferenzjahr heimgerufenen Geschwister  gedacht wird, gehörte auch an der Jährlichen Konferenz in Crottendorf zu den Zeichen, dass die Gemeinden und ihre Mitarbeiter in einem geistlichen Verbund leben, in dem auch die gemeinsame Trauer und die lebendige Hoffnung, die wir teilen, Ausdruck finden. Pastor Dr. Karl Zehrer, in dessen Händen die Leitung des Gottes lag, erinnerte an das Leben und den Dienst der Pastorenfrauen

Erika Petzold,
Elisabeth Halfter,
Magda Zehmisch,
sowie von  Pastor i.R. Klaus Philebrunn. 

Pastor Dr. Karl Zehrer spricht Worte des Gedenkens
Pastor Dr. Karl Zehrer spricht Worte des Gedenkens

Er erinnerte an den Lebensweg der Heimgerufenen, die in ihrem Leben den Ruf Jesu in die Nachfolge gehört an angenommen haben. Dieser Ruf führte sie dann auch als Ehegatten und als Pastor in den Dienst der Evangelisch-methodistischen Kirche. Diesen Dienst, den sie als Berufung lebten, galt ihre Hingabe, die Treue zu dem, als dessen Kinder sie im Glauben lebten. Deutlich wurde auch, dass der Lebensweg von Menschen, de Jesus folgen, von Freude und auch von Erfahrungen von Leid gezeichnet ist, aber die lebendige Gemeinschaft mit Jesus in seiner Gemeinde auch wunderbare Tragkraft entfaltet hat, „Glaube, der sich vom Himmel gehalten weiß.“

Pastor i. R. Harry Windisch legte dann in der Verkündigung das Wort aus Offenbarung 5,9 aus: „Uns sie sangen ein neues Lied: Du bis würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und sprachen und Völkern und Nationen.“

Er wies auf 3 Kontraste hin. Jesus, das Lamm Gottes, der sein Leben für uns gegeben hat und die Mächtigen dieser Welt, die andere auf den Altären ihres Machtstrebens opfern. Auf Jesus schauen wir. Er ist der Herr, dessen Herrschaft nicht vergeht, der die Macht des Todes gebrochen hat.
Darum singen die Ältesten das neue Lied. Dieses Lied, das Lied des Lammes kündet von einem ganz anderen Sieg, nämlich ohne Aufmarsch und Menschenverherrlichung. Diese alten Lieder auf eine Welt ohne Zukunft. Das neue Lied aber ist schon ein Stück Leben, Leben, dass sich im Kommen Jesu noch voll offenbaren wird.
Dieses neue Lied aber wird noch gesungen von der Gemeinde, die auch Leid und Trauer kennt, aber im Glauben an Jesus, den Gekreuzigten und Auferstandenen, sich auf dem Weg des Lebens
bewegt und in das neue Lied mit einstimmt.
Da ist der Trost des Evangeliums, wie es keinen anderen sonst gibt.

Geschwister der Crottendorfer Gemeinde verliehen dem Gottesdienst durch Musik einen feierlichen Rahmen als Ausdruck für die Gaben, mit denen der lebendige Gott uns auf dem Weg beschenkt, stärkt und tröstet.
(TR)


Vom Abend der Begegnung

Ich will dem Herren singen, mein Leben lang und meinen Gott loben, so lange ich bin. (Psalm 104)
In der vollbesetzten Crottendorfer Friedenskirche wurde am  Abend der Begegnung ein vielseitiges Programm durchkomponiert.
Begleitet von Flötenmusik und den modernen Klängen einer ad-hoc geründeten  Jugendband entstand eine fröhliche Melodie zur Ehre Gottes.
Nach den Grußworten der Gäste aus Ungarn, Polen und der Schweiz wurden die Gewinner des Briefmarken-Sammelwettbewerbs in den Kategorien „Briefmarken“ und „Ansichtskarten“, der zu dieser OJK ausgelobt worden war, bekannt gegeben.

Christoph Riegel, Gottfried und Ramona Böttrich mit Bischöfin
Christoph Riegel, Gottfried und Ramona Böttrich mit Bischöfin

Der Gemeindebezirk Marienberg/Olbernhau /Zschopau hatte 33,3 kg Briefmarken gesammelt und die Gemeinden Bockau/Albernau 6150 Postkarten. Sie waren die Sieger und durften sich über eine extra von der Briefmarken-Sammelstelle angefertigte Urkunde freuen. Der Erlös der Briefmarken und Postkarten kommt der Weltmission zugute.
Den Mitarbeitern der Sammelstelle Christoph Riegel und Gottfried Böttrich wurde vom Missionssekretär Frank Aichele herzlich für ihr Engagement für die Weltmission gedankt.


Für ihren langjährigen Dienst in der Konferenz wurden die Jubilare geehrt.
60 Dienstjahre hatte Pastor Manfred Döbrich, der leider nicht da sein konnte, und Pastor Siegfried Barth, der früher in der OJK war und jetzt zur NJK gehört. Er feierte sein Jubiläum mit den Weggefährten von einst. Für 50 Dienstjahre wurden geehrt: die Pastoren Friedhelm Kober, Eduard Riedner und Herbert Uhlmann.
40 Dienstjahre hatte Wolfgang Zehmisch und 25 Jahre im Dienst sind Pastor Werner Philipp und Gemeindereferentin Petra Iffland.
Allen Jubilaren dankte die Bischöfin herzlich für ihren Dienst.
Für die Jubilare sprach Pastor Herbert Uhlmann. Er erinnerte an einige wichtige Daten, von denen die 50 Dienstjahre begleitet waren. 1961 Bau der Berliner Mauer, 1968 Vereinigung der Methodistenkirche mit der Evangelischen Gemeinschaft, die Zeit der „Kirche im Sozialismus“ , die Wende 1989 und unsere heutige Zeit. In allen Zeiten hat ihn ein Lied geprägt, ein Lied, das Gott in der Welt singt: Das Lied ist Jesus Christus und Gott will, dass wir sein Lied allezeit in der Welt singen.
Für langjährige, engagierte Mitarbeit in der Konferenz wurde den beiden Laienmitglieder Hartmut Heidler (35 Jahre) und Dieter Weyhrauch (30 Jahre) herzlich gedankt.
Pastor Thomas Röder wurde in den Ruhestand verabschiedet. Für seine vielfältigen Dienste in der OJK, in den Gemeinden, aber auch in den besonderen Aufgaben als damaliger Sekretär in der Bischofskanzlei in Dresden und als Schatzmeister wurde ihm sehr herzlich gedankt. Ebenso seiner Ehefrau Maria, die viele Jahre als Mitarbeiterin in der Kassenverwaltung und als Statistikerin in der OJK tätig war.
Verabschiedet wurden mit herzlichem Dank für ihre Dienste die Missionspartner Colin und Muriel Barrett, die nach Großbritannien zurück gehen und Pastor Hans Peter Helm, der seinen Dienst in der EmK beendet.
Neu in der Dienstgemeinschaft, in der wir alle gerufen sind, Gottes Lob weiterzugeben, ist Kersten Benzig, der zum Studium empfohlen wurde.
(CP)

Gruppenfoto der Jubilare
Gruppenfoto der Jubilare