OJK 2011

Bericht vom Mittwoch, 25. Mai

Singet dem Herrn ein neues Lied - die Konferenz hat begonnen

Bericht von der Konstituierenden Sitzung der OJK 2011

Am Mittwochvormittag eröffnete Bischöfin Rosemarie Wenner die 44. Tagung der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz (OJK) in der Friedenskirche zu Crottendorf.
In ihren Worten zur Eröffnung nahm Bischöfin Wenner Bezug auf das musikalische Thema der Konferenz. Mit den Worten aus Psalm 98 „Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder“ unterstrich die Bischöfin, dass wir Wunder erwarten dürfen. Zwar haben wir die Dinge vor Augen, die uns nahe liegen und notwendig erscheinen, die zur Entscheidung und Beratung anstehen, doch lädt uns das Thema der Konferenz zu einem Perspektivwechsel ein. Wie auch Psalm 98 so geht das Konferenzthema davon aus, dass Gott seine Töne zum Klingen bringt. Das sind andere Töne, die uns selbst verändern, wenn wir uns für ihn öffnen und ihm zuhören. Mit uns veränderten Menschen tut Gott Wunder. Das dürfen wir vertrauensvoll auch für die Arbeit der Konferenz erwarten.

Bischöfin Rosemarie Wenner wurde herzlich in Crottendorf mit einem Blumenstrauß und einem vom Klöppelkreis der Friedenskirche geklöppelten Schmetterling begrüßt.
Bischöfin Rosemarie Wenner wurde herzlich in Crottendorf mit einem Blumenstrauß und einem vom Klöppelkreis der Friedenskirche geklöppelten Schmetterling begrüßt.

Die Konferenzgemeinde erfuhr bei der Begrüßung durch Pastor Jörg Herrmann im Namen der gastgebenden Gemeinden Crottendorf, Schlettau und Walthersdorf, woher Crottendorf seinen Namen hat. Für alle Konferenzteilnehmenden gab es das Wappen des Dorfes als Willkommensgeschenk. Es zeigt eine Schildkröte. So wurden alle Teilnehmenden und Bischöfin Wenner herzlich in „Krötendorf“ willkommen geheißen.

Anschließend nahm die Konferenz umgehend ihre Geschäfte auf. Da mit dieser Tagung ein neues Jahrviert beginnt, stehen viele Wahlen an. Zudem sind nicht wenige Laiendelegierte zum ersten Mal an der Konferenz.
Am Mittwochnachmittag treten die sogenannten Ordentlichen Ausschüsse der OJK zusammen. In ihnen werden in den verschiedenen Arbeitsbereichen die Diskussionen und Beschlüsse der folgenden Konferenzsitzungen vorbereitet.
(ESÖ)


Gott singe mich - Eröffnungsgottesdienst der Konferenz

Blick in die Friedenskirche
Blick in die Friedenskirche

„Nun singe Lob, du Christenheit, dem Vater, Sohn und Geist“ sang die große Konferenzgemeinde zum Beginn des Eröffnungsgottesdienst der OJK in der gut gefüllten Crottendorfer Friedenskirche. Und dennoch erwarteten die Konferenzmitglieder und Gäste angeregt durch das Konferenzthema etwas anderes, dass nämlich Gott sie singen möge. Zuvor hatten der Posaunenchor der Gemeinde unter Leitung von Ralf Wendrock und André Gräbner an der Orgel den wie erwartet von Musik geprägten Gottesdienst mit dem Präludium eröffnet. Auch der Männerchor und der Gemischte Chor der Friedenskirchgemeinde gestaltete unter Leitung von Kai Süß den Gottesdienst mit, den Pastor Jörg Herrmann und Bischöfin Rosemarie Wenner leiteten.

Erstmals im Eröffnungsgottesdienst waren Gäste aus dem Tagungsort eingeladen, die Konferenz zu grüßen. Was sonst in einer sogenannten Grußstunde Platz fand, passte aber auch in den Gottesdienst, wie Bischöfin Wenner betonte, denn auf diese Weise erleben die Gäste das tragende Element einer Konferenz mit, eben einen Gottesdienst. Bürgermeister Bernd Reinhold stellte in seinen Worten die Orte Crottendorf und Walthersdorf vor. Pfarrer Friedrich Preißler wünschte der Konferenz im Namen der Evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Gottes Segen.

In ihrer Predigt ging Pastorin Andrea Solbrig schließlich auf die durch das Konferenzthema „Gott singe mich, ich will dein Lied sein“ provozierte Frage ein: Wie geht es, dass Gott uns singt? Wie kommen Gottes Töne durch uns zum Klingen? Mit einer Klangschale machte sie hörbar, dass nicht der äußere Schein und auch nicht die Füllung der Schale ihren Klang ermöglichen. Nur dass sie nach oben offen und mit einer festen Basis versehen ist, lässt sie ihren Ton verbreiten. Nicht anders kommen Gottes Töne in uns und den Gemeinden zum Klingen. Die Feier des Heiligen Abendmahles gab auch mit den sie begleitenden Gemeindegesängen einen guten Anknüpfungspunkt Glaubensbasis und Öffnung für Gott erneut zu erfahren.
(ESÖ)