OJK 2011

Bericht vom Sonntag, 29. Mai

Singend von Christus in der Welt - Konferenzgottesdienst

Bereits eine halbe Stunde vor Beginn des Konferenzgottesdienstes wurden in der Friedenskirche zu Crottendorf die Plätze knapp. Doch alle rutschten zusammen und wo immer es möglich war, fand noch ein Stuhl Platz. So war der Gesang in guter methodistischer Tradition kräftig und zügig, als die Konferenzgemeinde zu Beginn in das Lied „Liebe, komm herab zu Erde“ einstimmte. Da war schon wieder etwas vom Thema der Konferenz „Gott, singe mich, ich will dein Lied sein“ zu hören und zu spüren. Zuvor hatte der Posaunenchor unter Leitung von Ralf Wendrock den Gottesdienst mit „Er weckt mich alle Morgen“ eröffnet.
Superintendent Stephan Ringeis, der den Gottesdienst leitete, konnte bekanntgeben, dass umliegende Firmen für das Jugendtreffen und die Kinderkonferenz 3000 Euro gespendet hatten, ohne dafür genannt werden zu wollen. Die Konferenzgemeinde dankte es spontan mit Applaus. Die übrigen Ansagen zur Organisation vor allem des Mittagessens verlangten nach eigenen Worte von Stephan Ringeis schon beinahe Hochschulreife.

Bischöfin Rosemarie Wenner bei der Predigt
Bischöfin Rosemarie Wenner bei der Predigt

Da war es wohltuend, dass Bischöfin Rosemarie Wenner in ihrer Predigt zu Kolosser 3,17 und 18 einfache Worte fand und sogar einige Verse von Vertonung des Predigttextes von Dieterich Buxtehude sang. „Alles, was ihr tut, das tut im Namen des Herrn“ nahm Bischöfin Wenner zum Anlass nach der inneren Haltung zu fragen, mit der wir Gottesdienst feiern und unseren Alltag gestalten. Doch betonte sie, dass dies keinen unerfüllbaren Anspruch in Worte fasst, sondern aufzeigt, wozu uns Gottes Gnade befähigt. Von da aus spannte Bischöfin Wenner den Bogen zum Verständnis der Heiligung in der Tradition der methodistischen Kirche und zu konkretem Gemeinde- und Alltagsleben.
Der diesmal besonders große Konferenzchor, brachte ein Lied aus der Tradition der Reformierten Kirche in den Niederlanden zum Klingen. Darin entfaltete er klanglich, den Traum des Jakob von der Himmelsleiter. Der Konferenzchor besteht aus Mitgliedern der Konferenz, die in den Sitzungspausen ihren Beitrag zum Gottesdienst unter Leitung von Pastor Jörg Hermann erarbeiten.
Begleitet durch André Gräbner an der Orgel sangen Doreen Schaarschmidt, Daniel Wendrock und Jörg Herrmann das Sendungswort des Gottesdienstes „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ nach einem Satz von Tobias Gravenhorst in einer Bearbeitung von André Gräbner. Darin kam, wie im gesamten Gottesdienst, berührend zum Ausdruck, dass wir ein Lied Gottes sein können, weil wir im Vertrauen auf Gott leben.
Nachdem der letzte Ton der Gottesdienstes verklungen war, dauerte es eine lange Zeit, bis die Friedenskirche sich geleert hatte. Ein langer Zug von Menschen machte sich auf den Weg zum Crottendorfer Park, wo der Konferenzgemeindetag mit vielen Angeboten für alle Generationen seine Fortsetzung fand.
(ESÖ)


Komm und sieh - die Kinderkonferenz

Die Band aus Crottendorf, Walthersdorf und Scheibenberg brachte im großen Zelt im Crottendorfer Park die Kinderkonferenz in Schwung. Rund 450 Kinder und 200 Erwachsene waren der Einladung „Komm und sieh“ an diesem Sonntagvormittag gefolgt und erlebten wie die Regenbogenstraße von der Nachfolge Jesu erzählte. Um Nachfolge, Miteinander und Füreinander ging es auch im anschließenden Fadenfitz, bei dem alle eifrig dabei waren. Dabei wurden Netze gespannt, die zeigten, dass wir alle miteinander am Netz der Freundschaft mit Gott und miteinander stricken und in ihm Halt finden.
Nach dem Gottesdienst begann in und um den Park das Gemeindefest, zu dem die rund 450 Teilnehmenden des Konferenzgottesdienstes aus der Friedenskirche hinzu kamen. Die Johanniter des Erzgebigskreises sorgten für das leibliche Wohl, aus den Gemeinden des Bezirkes Crottendorf war ein riesiges Kuchenangebot zusammengekommen und beim  Klettern, Raacherkarzle knetn, Basteln, Hüpfen, Spielen, Geocaching, Platzkonzert des BCPD-Bläserkreises oder einfach beim miteinander Reden entspann sich ein fröhlich entspanntes Gemeindefest.
(ESÖ)


Halleluja, singet dem Herrn - Sendungsgottesdienst

Dass die Friedenskirche nicht genügend Platz bieten würde für alle zum Sendungsgottesdienst Erwarteten, war im Vorfeld klar gewesen. Jedoch zeigte sich, dass auch die um einiges größere Dreifaltigkeitskirche zu Crottendorf dem Ansturm nicht gerecht werden konnte. Zum Sendungsgottesdienst waren zusätzlich zu den Teilnehmenden der Kinderkonferenz und des Konferenzgottesdienstes noch viele Methodisten aus dem näheren und weiteren Umfeld von Crottendorf gekommen.
Mit „Schöpfer der ganzen Welt“ (EM 42) erklang ein weiteres Mal ein Lied mit einem Text von Charles Wesley zu beginn des Gottesdienstes. Die starke Liedtradition des Methodismus erwies sich im Gemeindegesang als sehr lebendig.
Der Männerchor der Crottendorfer Friedenskirche sang dirigiert von Ralf Wendrock und begleitet von Instrumentalisten und Orgel „Gloria sei dir gesungen“ aus der Bachkantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ mit viel Gefühl und Ausdruck. Vom Gemischten Chor aus Crottendorf und Walthersdorf, ebenfalls unter der Leitung von Ralf Wendrock, war „Vollendet ist das große Werk“ aus dem Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn zu hören. Dies war ein wahrhaft gelungenes großes Werk des Chores und der ihn begleitenden Instrumentalisten, aber sicher war das auch eine Anspielung auf die Tagung der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz, die mit diesem Gottesdienst zu Ende ging. Der herzliche Dank an alle Helferinnen und Helfer und natürlich an Gott für dieses „große Werk“ wurde von Superintendent Friedbert Fröhlich (Dresden) in Worte und von der Konferenzgemeinde in Applaus gefasst.
Pastor Stefan Gerisch (Halle/Saale) brachte in seiner Predigt zu Versen aus Psalm 96 deutlich die Aufforderung zum Singen des „neuen Liedes“ zum Ausdruck. Christen sind, weil sie Gottes taten sehen und seiner Gnade vertrauen nicht nur selbst dazu beauftragt, das neue Lied des Lobes Gottes zu singen. Sie tragen durch ihr Handeln dafür Sorge, dass alle Menschen, und wie es im Psalm heißt auch Feld und Wald und Meer, also Gottes Schöpfung Gott loben können. Nach einer gelungenen Jährlichen Konferenz meinte Pastor Stefan Gerisch jedoch, werden wir Gottes neues Lied im Herzen und auf den Lippen haben, so dass wir überall zu Gottes Ehre leben können.
Bischöfin Rosemarie Wenner (Frankfurt/Main) sandte in diesem Sinne mit der Verlesung der Dienstzuweisungen Hauptamtliche und Gemeinden in ein neues Konferenzjahr, um an allen Orten die Gemeinde der Heiligen zu sein, die Gott lobt und Gottes Lob ermöglicht.

Gruß von der KiKo
Gruß von der KiKo

Mit dem Einzug der Kinder wurde es dann richtig bunt und voll in der Dreifaltigkeitskirche. Lutz Rochlitzer, Referent für die Arbeit mit Kindern und Leiter des Kinder- und Jugendwerkes grüßte die Konferenzgemeinde mit den Kindern von der Kinderkonferenz und bezog Bischöfin Rosemarie Wenner und Superintendent Friedbert Fröhlich zu einem Fadenfitz ein. Wie sich zeigte hatten beide hier ein bisher ungeahntes Talent und so entstand ein buntes Netz.
An der Orgel begleitete den Gemeindegesang André Gräbner, der schon in den anderen Gottesdiensten der Konferenz diesen Dienst getan hatte. Er brachte zum Ausklang des Gottesdienstes Toccata und Fuge in d-moll von Johann Sebastian Bach zum Klingen. Damit waren alle nach den Worten von Bischöfin Rosemarie Wenner vom Vormittag, nicht am Ende, sondern am Beginn des Gottesdienstes in der Welt und am Beginn eines neuen Konferenzjahres.
(ESÖ)


Vielen Dank Crottendorf!!! Bis zum nächsten Jahr vom 6. bis 10. Juni 2012 in Dresden!